„Stufen“ von Hermann Hesse – ein fächerverbindendes Philo/Kunstprojekt

„Stufen“ von Hermann Hesse – ein fächerverbindendes Philo/Kunstprojekt zum TOFT 2017 „Die Eingangshalle wirkt ja auf einmal ganz anders - leichter, heller, farbenfroh!“ Was war geschehen? 14 mit Farbe und Buchstaben bemalte Papierstreifen klebten für zwei Tage an der Haupttreppe der Eingangshalle. Viele der 24 Schüler und Schülerinnen aus dem Grundkurs Kunst von Frau Bieniek hatten sich zuvor aus philosophischer Sicht mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann

Hesse in dem GK von Frau Kretschmann beschäftigt. Das dargestellte Menschenbild ist positiv, durch die Idee der Weiterentwicklung und heiteren Gelassenheit geprägt. Die kunstpädagogische Fragestellung lautete für den Kurs: „Wie kann man die im Gedicht formulierte positive Sicht auf das menschliche Leben künstlerisch erfahrbar machen?“ Als ästhetische Lösung stand die Idee im Raum, die Verse des Gedichtes symbolisch von unten aufsteigend an den Stufen der Haupteingangshalle

anzubringen. Die Schüler entschieden sich bewusst für eine freie, individuelle farbige Gestaltung der Verse, nachdem wir im Unterricht unterschiedliche Wirkungen von Schrift und Farbe thematisiert hatten. Durch die Verbindung der menschlichen Entwicklungsstufen mit den räumlichen Stufen wurde aus dem Gedicht eine Rauminstallation, d.h. künstlerische Mittel sind nicht nur Farbe, Form, Schrift und Wortbedeutungen sondern auch der reale Raum, der durch die Installation als positiv

verändert erlebt werden konnte. Da die Treppe alle zwei Tage feucht gewischt wird, musste das Werk schnell wieder entfernt werden. Gesucht ist immer noch eine Idee, wie man die Arbeit für eine längere Zeit anbringen könnte, ohne dass der Denkmalschutz, der Brandschutz und das Reinigungsteam damit in Kollision geraten.

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