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"Kunst ganz schön wild"

Projekt Action Painting "Kunst ganz schön wild"

Max Ernst erregt 1942 mit einem seiner Bilder das Interesse junger Künstler in New York. Rhythmisch aufgetragene, sich überschneidende Farbspuren, verknäulte Zeichen und codierte Signets auf der Leinwand erklärte er mit dem Verfahren der Oszillation:
"Bindet eine leere Konservendose an eine Schnur von ein oder zwei Metern Länge, bohrt ein kleines Loch in den Boden, füllt die Dose mit flüssiger Farbe. Lasst die Dose am Ende einer Schnur über eine flach liegende Leinwand hin- und herschwingen. Leitet die Dose durch Bewegungen der Hände, Arme, der Schulter und des ganzen Körpers. Auf diese Weise tröpfeln überraschende Linien auf die Leinwand. Das Spiel der Gedankenverbindung kann dann beginnen."
Jackson Pollock, einer der Künstler, von Max Ernst neuer Malerei fasziniert, entwickelt aus der Beschreibung von Ernst das sogenannte Dripping oder Drip- Painting, eine großformatige, gestische Malerei. Er lässt im Gegensatz zu Ernst die mit Farbe gefüllte Dose nicht nur frei pendeln, er führt sie mit der Hand in weiten, kreisenden Bewegungen über die Leinwand oder das Papier. Er schleudert Farbe direkt vom Pinsel auf den Bildgrund, agiert von allen Seiten in die Fläche und erzeugt so eine Bildwirkung mit expressiver Intention.

Die Teilnehmer des Projektes "Kunst ganz schön wild" der Kunst- AG schaffen durch ihr individuelles Dripping intensive Farbgeflechte ohne gegenständliche Bedeutung. Emotionsäußerungen, wie lustig oder traurig, akustische Eindrücke, wie laut und leise, bestimmen thematisch den Arbeitsprozess und das angestrebte Ergebnis.
Ein Netz von farbigen Klecksen, Spritzern und Tropfen entsteht, dünne, fließende Linien wechseln sich mit nassen, breiten Spuren ab.
Der Bildgrund wird zum experimentellen Aktionsfeld, Malerei wird mit hohem, körperlichen Einsatz verbunden, eben Action- Painting.
Betreut wird dieses Projekt von Martin Schopka, einem Praktikanten, im Fach Kunst an der Goetheschule und Frau Schnell.

Demnächst gibt es hier auch Abbildungen unserer Werke.

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