Prozessbericht (Gruppe 2)
Das Projekt mit der Idee, Jung und Alt auf musikalischer Basis zu verbinden und Erfahrungen auf beiden Seiten möglich zu machen, startete mit einer Einführung in die kommenden, geplanten Abläufe der nächsten gemeinsamen Zeit. Dann konnte es auch schon beginnen: Die Gruppe der oben aufgeführten Schüler stellte sich den älteren Damen vor, wobei sie sofort auf eine positive Stimmung stießen; es war jedoch auch zu bemerken, dass dieses Projekt für die Bewohner des Altenheims eine komplett neue Sache war, der sie anfangs unbestritten skeptisch gegenüberstanden.Als sich nun alle bestens bekannt gemacht hatten, stellten einige Schüler den älteren Damen die Planung der folgenden Tage vor. Nun wurde nach einer grundlegenden Idee, also einem Thema des zu komponierenden Musikstücks gesucht und nach gar nicht langer Zeit einigte man sich auf das Thema "Ein Zoobesuch im Frühling" - kein Wunder, denn es bedeutete für beide Altersklassen schöne Erinnerungen oder Aufmunterungen. Die von der Goetheschule mitgebrachten Instrumente wurden danach an die jeweiligen Gruppenmitglieder verteilt, und erste Assoziationen der Instrumente wurden, besonders auch von den älteren Damen, hergestellt. Man merkte sichtlich, dass sie an ihre Jugend erinnert wurden, eine Dame erzählte uns sogar von ihren Lieblingstieren und viele konnten das Instrument nicht mehr loslassen, geschweige denn damit aufhören, Klänge entstehen zu lassen. Man musste zuweilen sogar etwas ausdrücklicher zeigen, dass die Gruppe jetzt weiterarbeiten sollte.
Am zweiten Tag musste, um pünktlich zum Konzert ein Stück fertig geschrieben zu haben, konzentriert weitergearbeitet werden. Das gelang auch, jeder konnte sich zusammenreißen und seinen musikalischen Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechend etwas zum Stück beitragen. So wurde weiterentwickelt, neue Ideen für Instrumente und weitere Passagen kamen hinzu und bereicherten die Komposition, wie zum Beispiel auch das Komponieren eines Frühlingsmotives für die Blockflöte. Außerdem wurde nun die Geschichte "Ein Zoobesuch im Frühling" entworfen, d.h., dass neben den musikalischen Aspekten auch das Gesprochene notiert wurde. Es wurde sogar eine Art Partitur (Handlungsablauf) erstellt, die man für jedes Gruppenmitglied vor Ort kopierte und worauf jeder zurückgreifen konnte, wenn ihm der Ablauf entfallen sein sollte.
Am dritten Tag stand das Stück bis auf wenige verbesserungswürdige Teile und man widmete sich der Generalprobe. Die Gruppe hatte nun auch noch Verstärkung bekommen, die neuen Teilnehmer wurden ohne Schwierigkeiten integriert und es war somit kein Problem für die älteren Bewohner des Seniorenheims, das Stück zu verstehen und ihren jeweiligen musikalischen Beitrag zu leisten.
Insgesamt kann man das auf musikalischer Basis stehende Projekt als gelungen ansehen, da ein entsprechend gutes Resultat erzielt wurde und Positives überwog; es herrschte ein gutes Klima in der Gruppe, es herrschten gute Arbeitsbedingungen (Instrumente, Stärkung für die Pausen wurde vom Altersheim bereitgestellt, Räumlichkeiten), die Bereitschaft, etwas auf die Beine zu stellen, war bei jedem Teilnehmer groß - trotz anfänglicher Skepsis, welche vollkommen legitim ist, da solche Projekte nicht immer ein positives Resultat mit sich bringen und manchmal, besonders von den älteren Altersheimbewohnern, falsch verstanden werden können.
Das Stück "Ein Zoobesuch im Frühling"
Eines schönen Frühlingstages ging Tom mit seiner Großmutter in den Zoo. Die Vögel zwitscherten, Eichhörnchen liefen auf Bäumen auf und ab und die Sonne ließ die Landschaft hell erstrahlen, und dort wo sie es nicht schaffte, ihre Farbe zu zeigen, bot der Schatten eine kühle Erfrischung. Tom und seine Großmutter gingen durch den Zoo, vorbei an den Affen, die wild hin- und hersprangen. Sie liefen weiter und kamen zu den galoppierenden Zebras. Auf dem weiteren Weg versuchte Tom, einen wunderschönen Schmetterling zu fangen, der ihm jedoch ständig entwich, ihn und seine Großmutter aber bis vor den Elefantenpark führte. Tom war überwältigt von der Größe dieser Tiere und zuckte bei jedem Tritt kurz zusammen. Sie gingen weiter und kamen zu den Schlangen, die sich lauernd, elegant, unauffällig und zischend über den sandigen Boden hinwegbewegten. Als es langweilig wurde, gingen die beiden weiter und wurden plötzlich von kühlen Wassertropfen erfrischt. Das war aber kein Regen, sondern das waren die Robben und Delphine, die ausgelassen im Wasser ihre Kunststücke zeigten. Nach längerer Betrachtung kamen Tom und seine Großmutter zu den Schwänen und Flamingos, die vor Eleganz nur so strotzten. Sie gingen weiter, bis sie den Vogelpark erreichten. Tom bemerkte unzählige Vogelarten, die er unmöglich benennen konnte, nur die Amsel und den Specht erkannte er. Nun kamen sie zur letzten Station des Zoos: zum Park der Tiger und Löwen. Tom erfüllte das mit besonders großem Stolz und Begeisterung. - Am Abend verließen die beiden den Zoo schließlich müde, aber glücklich, und der Zoobesuch war beendet.
Gruppe: Noemi Vollmer (Blockflöte), Mazyar Ghiassi (Erzähler), Dana Pelizaeus (Blockflöte), Alexander Kramer (Percussion), Amelie von Sethe (Glockenspiel), Paul Meyer-Schwickerath (Percussion)
