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Latein

Latein ist das einzige Schulfach, das grundsätzlich zweisprachig arbeitet. Die Eigenart der alten Sprache bringt es mit sich, dass auf das Sprechen und Hören verzichtet wird; der Textsinn wird lesend und übersetzend erschlossen.
Dabei tritt die Situation hinter den sprachlichen Strukturen zurück. Beim Übersetzen muss man die Beziehung zwischen den Einzelelementen und dem Ganzen entdecken und die Einzelentscheidungen mit den übergreifenden Strukturen und Gesetzlichkeiten vergleichen; längere Sätze müssen in Teilprobleme zerlegt werden.

Ein besonderer Vorteil des Lateinischen ergibt sich für Schüler mit Schwächen im Lesen oder Rechtschreiben. Während im Englischen Klangbild und Schriftbild unterschiedlich sind, sind im Lateinischen Aussprache und Schriftbild identisch. Da lautliche Veränderungen zugleich wesentliche Funktionsänderungen bedeuten, wird der Schüler dazu erzogen, sorgfältig zu lesen, anstatt den Satz ganzheitlich aufzunehmen.

Latein empfiehlt sich für alle:
die eine gründliche Einführung in Sprache überhaupt und das Erlernen von Sprachen wünschen die weitere Fremdsprachen lernen möchten, sie haben mit Lateinkenntnissen schnelleren und sicheren Zugang zu anderen Sprachen

Lateinkenntnisse sind darüber hinaus die Voraussetzung für viele Studien und Hochschulabschlüsse.

Das L a t i n u m erreicht man nach derzeitigem Recht: bei Beginn in Klasse 5: am Ende von Klasse 10 bei Beginn in Klasse 7: am Ende der Jahrgangsstufe 11

Latein kann jedoch auch bis zum Abitur weitergeführt werden.